3. September 2020 von 19:00

„Keinem bleibt seine Gestalt, die Verwandlerin aller Dinge, Natur, sie lässt aus Einem das Andere werden.“ (Ovid/Metamorphosen)

Die Zeit hinterlässt Spuren in vielfältiger Weise. Hauswände verblassen, von Fassaden blättert Putz ab, Schmutz sammelt sich an und Wasser hinterlässt Flecken, Rost und Patina entstehen. Im scheinbaren Verfall entsteht Neues: spannende Oberflächenstrukturen und faszinierende Farbkompositionen. Die Schönheit ist oft nicht sofort erkennbar. Man muss genauer hinschauen.
Diese Spuren der Veränderungen inspirieren die Künstlerin bei ihren Werken. Gerade in einer Zeit, in der nichts und niemand altern soll, sollen ihre Bilder zeigen, welch spannende Facetten die Veränderung bzw. der Verfall mit sich bringen. Dabei verwendet sie zu häufig Ausschnitte aus eigenen Fotografien von aufgegebenen Orten im direkten Umfeld oder von Orten, die sie bereist hat, als Idee für die Bildkomposition. Die Bilder entstehen in einer Vielzahl von Arbeitsgängen, in denen Schichten hergestellt, wieder übermalt oder ausgekratzt werden. Dabei arbeitet sie mit verschiedensten Materialien wie Marmormehl, Asche, selbstgestalteten Papieren, Holz oder Metallteilen. Rost als typischer Zeitzeuge der Vergänglichkeit kommt dabei immer wieder zum Einsatz.

Vita
1964 in Graz geboren
nach der Matura Ausbildung zur Chemotechnikerin und Arbeit in der Forschung/TU Graz
in dieser Zeit Studium der Rechtswissenschaften
seit 1995 Juristin bei der Stadt Graz, aktuell tätig im Bereich Organisation und Organisationsentwicklung
seit 2012 Beschäftigung mit Acrylmalerei und Mixed Media-Technik als Autodidaktin
2017 Ausbildung bei international ausgezeichneten Künstlerin Gabriele Middelmann (gabriele.middelmann-art.de)
Mitglied der Freien Galerie Graz
https://evfa.jimdosite.com/galerie/

 

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